Donnerstag, 21. Juni 2007

Familienkrieg - Mein Sohn der Nazi (3 teilig)

Szenen einer Familie in Niederbayern. Das Feature erzählt die Geschichte eines rebellischen Sohnes auf der Suche nach seiner Identität. In diesem sensiblen Portrait einer nicht intakten Familie greift Schneider die Problematik der Neo-Nazis auf, die mit der deutschen Geschichte eng verbunden ist. Die Familie als Brennglas für die Erzeugung von Hass und Leidensdruck: Die erste Begegnung des Autors mit Simon, einem damals 16-jährigen Rechtsradikalen, findet bei einer Demonstration in Passau statt. Simon schwenkt eine Reichskriegsflagge. Seine Mutter steht auf der Seite der Gegendemonstranten und hält ein Plakat mit der Aufschrift “Nazis raus!”. Die Zeichen stehen auf Krieg: Familien-Krieg..

Teil 1:


Teil 2:


Teil 3:




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Montag, 18. Juni 2007

Sonntag, 17. Juni 2007

Stopcox at Tracks

Vegane Punkband (Stopcox) & veganer Rapper (Albino) geben erzählen über Tierhaltung, Veganismus, etc.

Louis Theroux and the Nazis - BBC - 2003

Louis Theroux travels to California to meet the man dubbed "the most dangerous racist in America"; Tom Metzger. The documentary focuses on him, his family and his publicity manager as well as following him to skinhead rallies and on a visit to Mexico. It also features a twin girl singing duo known as Prussian Blue and their neo-nazi family.

Stellenangebot

Da es momentan eher holperig mit dem Blog vorran geht, suchen wir noch ein paar Leute die Lust & Zeit finden diesen Blog am leben zu halten.

Mitbringen solltet ihr Spaß an Teamarbeit, interessante Dokumentationen auf der Festplatte und den Willen sie hochzuladen. Eure politische Position sollte dem antifaschistischen Spektrum zuzuordnen sein; Bloggererfahrung ist von Vorteil.

Bei Interesse meldet euch bitte bei mir im ICQ (241-460-979).


Greetz,
badelehrling

Der talentierte Jacques Chirac

Frankreichs Staatschef ist weltweit in den Schlagzeilen, dem “alten Europa” gibt er neuen Schwung: Die Politik-Karriere des Jacques Chirac ist auf einem neuen Höhepunkt. Und Chirac redet Klartext, fühlt sich als Europas neuer Patron.

Wer aber ist Jacques Chirac? Konservativer Rebell oder Europas neue Leitfigur? Würdiger Nachfolger de Gaulles oder Politiker ohne Visionen? Ist Chiracs Anti-Bush-Haltung nur eine taktische Pose oder Ausdruck seines politischen Geschicks?

Dabei schien Chiracs politische Karriere schon mehrmals kurz vor dem Ende, seine Aussichten vor den letzten Präsidentschaftswahlen im Mai 2002 waren keineswegs günstig. In Frankreich kursierte die böse Bemerkung: “Chirac muss die Wahl gewinnen, um nicht im Knast zu enden.” Gleich in mehreren Fällen ermittelte damals die Justiz: Wahlbetrug und illegale Parteienfinanzierung hießen die Vorwürfe. Doch die Angst vor dem Rechtsradikalen Le Pen bescherte ihm einen überwältigenden Wahlsieg und bewahrte ihn wohl vor einer Anklage: Chirac war wieder wer. Trotzdem verfolgt die Justiz seine Affären weiter, nur sitzen jetzt frühere Mitarbeiter von ihm vor Gericht: zum Beispiel Alain Juppé, ehemaliger Parteisekretär des Parteichefs Chirac.

Der Film von WDR-Autor Michael Gramberg zeichnet das Bild eines cleveren und gerissenen Politikers, eines Taktierers von Format und eines Mannes mit sicherem Machtinstinkt. Seit 30 Jahren hat er noch jeden Konkurrenten ausschalten können und im Moment strahlt sein Stern sehr hell über Europa - der talentierte Jacques Chirac.

Mutig gegen die Zensur - Liberale Presse im Iran

Diese Dokumentation verfolgt drei Wochen lang Arbeit und Leben der Journalisten bei der liberalen iranischen Tageszeitung Shargh (”Osten”). Seit 2003 trotzt ein junges Mitarbeiter-Team mutig den scharfen Auflagen der Zensur und versucht unbeirrbar, objektiv zu informieren. Sehr schnell wurde Shargh so zu einer der landesweit meist gelesenen Tageszeitungen des Iran. Treue Leser sind vor allem Intellektuelle, Meinungsbilder, Politiker und sehr viele Jugendliche. Aufmachung und Bildauswahl sind an das Layout des “New Yorker” und des “Independent” angelehnt.

Das junge Mitarbeiterteam von Shargh, Durchschnittsalter 28, zu denen auch viele weibliche Journalisten gehören, hat sich professionelle Berichterstattung und neutrales Informieren zur Maxime gemacht: Offener Journalismus im Angesicht der Zensur. Sharghs Herausgeber bewegen sich ständig auf dem schmalen Grat zwischen gradliniger Information und Zensur und riskieren somit ständig die Schließung ihres Blattes. Es bleibt täglich äußerst schwierig abzuwägen, welche Überschriften, Titelgeschichten und Formulierungen den offiziellen Iran zu überzogenen Reaktionen herausfordern könnten. Ein staatlicher Zensor sitzt in den Redaktionsräumen und streicht gnadenlos ganze Absätze noch vor Redaktionsschluss. Schon einmal wurde die Zeitung kurzfristig geschlossen, nachdem in einem öffentlichen Brief an den Staatschef Ayatollah Khamenei kritisiert wurde, dass sämtliche Reformkandidaten nicht zu den Parlamentswahlen zugelassen werden sollten. Shargh greift weniger die internationale Politik auf, als vielmehr die gesellschaftlichen und sozialen Zustände im Lande, um somit Reformern Mut zu machen.

Samstag, 9. Juni 2007

Reporterlust und Recherchefrust - Ein Bericht zur Lage des deutschen Journalismus

Kaum ein Berufsstand hat so einen schlechten Ruf wie der des Journalisten. Die häufigsten Vorurteile: Journalisten sind selbstverliebt, recherchieren zu wenig und lassen sich als PR-Gehilfen missbrauchen. Aber ist es wirklich so schlecht um den Journalismus in Deutschland bestellt? Unter welchen Bedingungen kann der Journalist von heute seinen Ansprüchen an Objektivität und Sorgfalt noch gerecht werden? Zapp forschte nach und stieß auf engagierte Aufklärer und mutige Reporter, vorbildliche Rechercheure und solche, die es werden wollen.

1. Hans Leyendecker: Er hat die Flick Affäre enthüllt und den CDU Spendenskandal. Vergangenes Jahr die VW Affäre und dieses Jahr zusammen mit Kollegen der Süddeutschen Zeitung den Schmiergeldskandal bei Siemens. Hans Leyendecker gilt als DER Enthüllungsjournalist Deutschlands. Zapp auf Hausbesuch bei einem Starjournalisten, der bescheiden geblieben ist.

2. Andrea Röpke: Sie hat sich einen heiklen Job ausgesucht. Seit 15 Jahren recherchiert und filmt die freie Journalistin dort, wo sie und ihre Nachfragen unerwünscht sind. Im Milieu der Neonazis. Immer wieder entblößt sie Rechtsradikale, enthüllt ihre zum Teil erschütternden Methoden. In der Szene gilt Andrea Röpke deshalb als Hass-Objekt, wird eingeschüchtert und bedroht. Zapp unterwegs mit der Journalistin, die sich nicht einschüchtern lässt.

3. Ulf Meinke: 31 Jahre jung und seit neustem Hauptstadtjournalist. Für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet er seit April aus dem politischen Berlin. Für einen "Frischling" wie ihn sehr anstrengend. Denn die besten Informationen bekommt, wer auch zu den wichtigen Hintergrundtreffen eingeladen wird. Zugänge, die Ulf Meinke sich erarbeitet.
Also putzt er Klinken, stellt sich Politikern vor, verabredet sich mit Informanten. Zapp über einen Hauptstadtnovizen, für den alles noch ganz neu ist.

4. Siegfried Weischenberg: Der Professor für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg erklärt in Studien, was den "typischen" Journalist ausmacht. Das Problem: Jeder darf sich "Journalist" nennen, diese Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Zapp zu Besuch bei einem Professor und seinen Studenten, die nach dem Sinn und Unsinn des Journalismus fragen.

5. Schülerzeitungsredakteure des Vincent-Lübeck-Gymnasiums in Stade: Sie genießen einen ungewöhnlichen Luxus. Denn sie dürfen schreiben, über was sie wollen. Auch der heutige Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust begann seine journalistische Karriere bei einer Stader Schülerzeitung. Zapp über Schülerjournalisten und ihr berühmtes Vorbild.

6. Volker Lilienthal: Er ist Redaktionsleiter von epd Medien, dem Fachblatt für Medien und über Medien. Spätestens seitdem Lilienthal den Skandal um verbotenene Schleichwerbung in der ARD Serie Marienhof enthüllte, ist epd eine feste Größe in der Medienberichterstattung. Zapp zu Besuch bei einer kleinen Redaktion mit großem Einfluss.

7. Bildblog.de: Sie kontrollieren Deutschlands größtes Boulevard-Blatt - die BILD. Täglich finden die Bild-Blogger Stefan Niggemeier und Christoph Schultheis gemeinsam mit ihren 50.000 Lesern peinliche Fehler, erfundene Geschichten und Kampagnen des Springer-Blattes. Eine verdienstvolle Arbeit, für die die Macher bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurden. Zapp über die wachsamen Journalisten von Bildblog.de.